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Der SV Groß Oesingen seit seiner Gründung im
Jahre 1910
In Groß Oesingen fanden sich bereits im Jahre 1908 einige
Sportfreunde zur Leibesertüchtigung zusammen. 1910 wurde dann der Verein unter
dem Namen Turn u. Sportverein Groß Oesingen gegründet.
Die erste Vorstandschaft bestand aus folgenden Personen:
1.
Vorsitzender: Adolf
Schröder
Schriftführer: Robert
Pape
Kassierer: Heinrich
Wolter
Turnwarte: Heinrich
Lindehorst u. Heinrich Köllner
Weitere Gründungsmitglieder waren Robert Bühring,
Otto Bühring, Rudolf Michels, Wilhelm Wespermann, Willi Buhr, Wilhelm Rodewald, Friedrich
Schmidt, Heinrich Meyer, Georg Rodewald und Karl Pape.
Auch damals gab es schon Sponsoren und so wurden die
anzuschaffenden Turn- und Sportgeräte vom Schmiedemeister Karl Schmidt
finanziert.
Mit Sicherheit steht fest, dass vor Gründung des Vereins zwei
Sportarten in Groß Oesingen betrieben wurden, natürlich Turnen und aus der
Mitte der jungen Sportler das Fußballspielen.
Turnen war damals die Hauptsportart aber die jungen Leute fingen
an Fußball zu spielen.
Man traf sich an langen Sommerabenden oder sonntagnachmittags an
der Zahrenholzer Straße rechts hinter Penshorns in der Heide und begann dem Ball
hinterherzulaufen. „Es war wie ein Knäuel“ berichteten die Alten, „jeder wollte
möglichst oft an den Ball kommen, und wo der Ball war, da waren auch immer die
meisten Spieler“. Die wenigen Zuschauer waren der neuen Sportart gegenüber skeptisch gesinnt und meinten: „ Wat sall dat, de sött sik man leiber utraun, domit se morgens wär rut kommt“.
Das Turnen war dagegen beliebter und auch besser anzuschauen.
Nach einiger Zeit wurde dann auch eine Jugendriege aufgestellt. In den
zwanziger Jahren kam dann auch eine Damenriege dazu.
Herrenriege
von 1924

Von links nach
rechts: Heinrich Schulze, Otto Schaper, August
Schulze, Karl Geiger, Peter Ross
Damenriege
von 1924

Von links nach
rechts: Peter Ross, Alwine Dehne, Frieda Müller, Else Hase, Dora Olvermann, Gertrud Reichenbach, Marie Buhr, Anna Bühring, Marie Falke, Frieda Bühring
Jungriege
von 1924

Von links nach rechts:
Peter Ross, Otto Müller, Herbert Porombka, Heini
Bangemann, Hermann Olvermann, Adolf Köllner, Wilhelm Müller, Friedrich Schmidt, Friedrich Pikzak
Geturnt wurde damals in „Schmidts Saal“
im Gasthaus „Zur Linde“. Zu besonderen Sportfesten wurden die Turngeräte auf
den Fußballplatz in der Heide gebracht, auf dem ansonsten die Fußballer bei
ihren Spielen schon beachtliche Zuschauerzahlen erreichten.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Fußball
dann schon „professioneller“ gespielt. So brachten einige Oesinger aus der
englischen Gefangenschaft die Spielregeln dieser Sportart mit. Der Platz in der
Heide wurde besser hergerichtet und es wurde eine Mannschaft aufgestellt. Man
begann gegen andere Vereine zu spielen.
Damals war der Heimvorteil noch viel
wert. Nicht jeder besaß ein Fahrrad und so musste der Weg zu den
Auswärtsspielen zu Fuß zurückgelegt werden. Deshalb kam man schon etwas ermüdet
beim Gegner an. Es wurden damals nur Freundschaftsspiele ausgetragen.
Gegnerische Mannschaften waren Wohlenworde, Steinhorst,
Eldingen, Hankensbüttel, Ummern,
Kästorf, Gamsen, Müden und Wahrenholz.
Eine wesentliche Verstärkung erhielt
die Fußballmannschaft 1920 durch die Sportfamilie Cordes, als da waren Ernst,
Otto und Richard Cordes.
Fußballmannschaft
1925

Hinten:
Ernst Cordes, Wilhelm Wolter, Emil Uschwald, Richard
Hecker, Willi Behrens
Mitte:
Heinrich Milter, Adolf Düvel, Fritz Beck
Vorne:
Heinrich Olvermann, Heinrich Vespermann, Otto Cordes
Es gab damals schon Sportfeste mit Pokalausspielungen
und die Oesinger Elf gewann so einige davon. Sie galt als eine der besten im Isenhagener Land.
Es war sehr schwer am Sonntag eine
Mannschaft zusammenzustellen da viele Spieler von der Arbeit nicht frei
bekamen.
Da es damals nur 2 Fußbälle gab mussten
diese meistens zum Wochenende von Richard Hecker neu zusammengenäht werden
damit überhaupt gespielt werden konnte. Für ein Training blieb wegen der langen
Arbeitszeiten kaum Zeit.
1.
Herren von 1932

Hinten: August Buhr (1. Vors.), Hermann Wolter, Otto Degener, ?, Otto Müller, Wilhelm Milter, Julius Katz (2.
Vors.)
Mitte: Heinrich Tegtbühring,
Hermann Gohde, Willi Behrens
Vorne: Heinrich Olvermann,
Hermann Fricke, Otto Cordes
1.
Herren ca. 1935

Hinten: Hermann Wolter, Adolf Olvermann,
Paul Fricke, Wilhelm Minter, Adolf Wolter
Mitte: Georg Monses, Otto
Müller, Fritz Muthmann
Vorne: Heinrich Tegtbühring,
Hermann Fricke, Heinrich Olvermann.
In der Zeit des 2. Weltkrieges von 1939
bis 1945 kam der Sport völlig zum Erliegen.
Einige Sportfreunde waren noch in
Kriegsgefangenschaft als Walter Penshorn, Wilhelm
Milter, Hermann Düvel und Hermann Olvermann
den Verein in Olvermanns Küche zu neuem Leben
erweckten. Julius Katz wurde gefragt ob er die Leitung des SV wieder übernehmen
wollte und so wurde am 5. Januar 1946
der Verein wieder in Betrieb genommen.
Dem Verein gehörten 40 Mitglieder an
und es kamen immer neue dazu.
Seit Beginn der Neugründung 1946
übernahmen folgende Personen die Führung des Vereins:
Julius Katz, Erich Müller, Werner
Schimmelpfennig; Willi Schäfer, Richard Cordes, Ernst Cordes, Adolf Heine, Rolf
Malzahn und seit dem 24. Februar 2008 Detlev Falke.
Nach der Neugründung zeigten die
Fußballer soviel Können dass sie die A-Klasse erreichten und über die 1.
Kreisklasse und den Aufstieg in die Bezirksklasse bis zur Bezirksliga kamen.
Auch eine Turnriege wurde wieder ins
Leben gerufen und Heinz Oelstetter und Bruno Löper versuchten eine Boxstaffel ins leben zu rufen. Dies
scheiterte aber daran das es keine Boxring, keine Boxhandschuhe und wohl auch
nicht genügend Mut bei den Oesingern gab.
Großen Anklang bei der Bevölkerung fand
jedoch die Laienspiel-Theatergruppe, die von nun an unter der Regie des SV ihre
Stücke in Groß Oesingen und Umgebung aufführte.
Malermeister Robert Eberhahn sorgte für passende Kulissen und
Friseurmeister Willi Klinge sorgte dafür das Maske und Kostüme der Schauspieler
den Rollen entsprachen.
Die Ära der Theatergruppe dauerte bis
1958, dann hielt der Fernseher Einzug in die Oesinger Wohnzimmer.
Gruppenfoto
der Theatergruppe

Von links nach rechts: Willi Schäfer, Elsa Stöcke, Walter Penshorn, Martha Müller, Willi Schulze, Walter Müller,
Ursel Müller, Adolf Heine, Helga Mückenwarft, Hermann
Düvel, Marianne Schäfer, Paul Rosanowski,
Marie König, Werner Penshorn, August Gohde
Szenenfoto

Walter Penshorn, Walter Müller,
Anneliese Bona, Willi Schulze
Um die Jugend und den Sport noch weiter
zu fördern wurde in den Jahren von 1952 bis 1954 wurde ein geeigneter Sportplatz
und ein Sportheim gebaut, welches mit einem Spiel der Handball-Damen feierlich
eröffnet.
Anfang der 50er Jahre gründete Werner
Schimmelpfennig eine Damenhandballmannschaft, die mit Freundschaftsspielen wie
z.B. zur Sportheimeinweihung 1954 gegen den SV Langwedel oder auch Punktspielen
im Feldhandball das Sportgeschehen anreicherte.
Handballdamen
von 1954

Hinten: Ilse Böttcher, Hildegard Olvermann,
Adine Mertke, Ella Stöcke,
Helga Friedrichs, Magrid
Friedrichs
Vorne: Else Marske, Ruth Kolaczewitz, Henni Falke, Annelene Tegtbühring,
Werner Schimmelpfennig
Die Handballerinnen mussten aufgrund
der Zusammenlegung der Klassen auf Kreisebene und der dadurch entstandenen
hohen Fahrtkosten ihre sportliche Betätigung Ende der fünfziger Jahre wieder einstellen. Erst
im Jahre 1979 wurde wieder eine Damenmannschaft gegründet. Zu Beginn mussten die Damen in der viel zu
kleinen Turnhalle in Groß Oesingen trainieren, die Punktspiele wurden in der
Sporthalle der Bundeswehr-Kaserne in Wesendorf ausgetragen. Bereits in der
ersten Saison erkämpfte sich die Mannschaft den ersten Platz in der Tabelle. In
den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga scheiterte sie anschließend nur sehr
knapp. In späteren Jahren waren sie dann
sehr viel erfolgreicher.
Handballerinnen
1984 anlässlich des 5jährigen Bestehens

Hinten: B. Hildebrandt, A. Düvel,
A. Falke, I. Tegtbühring, R. Strohbecke,
A. Krehl
Mitte: U. Bochnig, C. Reinhold, S. Dehne, B. Witkowski
Vorne: E. Hannemann, H. Hannuschka,
M. Engelhardt, B. Panning, E. Meyer, B. Drögemüller
Torhüterinnen: B. Hansen, B. König
Meistermannschaft
von 1985

Hinten: Annelore Düvel, Antje Krehl, Ute Bochnig, Sigrun Dehne, Rita Strohbecke
Vorne: Annette Falke, Elke Hannemann, Burga König, Britta
Hildebrandt, Elke Meyer, Brunhild Hansen
Diese Mannschaft spielte bis 1996, zum
Teil in Spielgemeinschaften mit Wesendorf und Hankensbüttel.
Mitte des Jahres 2001
taten sich einige Oesinger Damen zusammen und beschlossen, endlich mal wieder
eine Handballmannschaft in Oesingen ins Leben zu rufen.
Neben einigen Oesingerinnen (und Umgebung) fanden sich auch Spielerinnen
von Emmen bis Gifhorn.
Als Trainer fand sich
Roland Püschel, der fortan die (sicher nicht immer ganz einfache) Betreuung der
Damen-Mannschaft übernahm.
Grösster
Erfolg war ohne Zweifel der Kreispokal-Sieg im Mai 2007, bei dem die Damen des
SV zudem auch selbst Ausrichter waren.
Besondere Bedeutung kommt der
Jugendarbeit dieser Sparte zu. Seit 1980 nahmen immer mehr Jugendliche am
Spielbetrieb teil und mittlerweile gibt es 4 Jugendmannschaften und es spielen
auch schon 2 Jungen Handball. Inzwischen gibt es 5 Kinder- und
Jugendmannschaften. Von den Maxis bis zur B-Jugend
sind alle Altersklassen vertreten.
Der
Fußball nach dem 2. Weltkrieg
Nach dem 2. Weltkrieg ging es mit dem
Fußball wieder voran, so konnte im Jahr 1947 bereits eine Jugendmannschaft mit
14- bis 18jährigen aufgestellt werden. 1948 wurde eine Schülermannschaft mit
12- bis 14jährigen zusammengestellt.
Als dann einige Oesinger aus der
Kriegsgefangenschaft zurückkehrten konnte auch eine erfolgreiche 1. Mannschaft
aufgestellt werden. Ihr gelang 1951 der Aufstieg von der A-Klasse in die
Kreisklasse Staffel Nord.
Die Jugendmannschaft erreichte bereits
im Jahr 1951/1952 die Staffelmeisterschaft. Dies wiederholte sie in den beiden
folgenden Jahren und 1953 wurde sie Vizekreismeister, nachdem das Endspiel in
Gifhorn gegen die Jugendmannschaft des VfL Wolfsburg verloren ging. 1968 stieg
die A-Jugend in die Bezirksjugendklasse auf.
In den folgenden Jahren wurden noch
etliche Titel von den verschiedenen Fußballmannschaften errungen.
1.
Mannschaft
1957 Aufstieg in die 1. Kreisklasse
1959 Kreismeister
1964 Staffelmeister der Bezirksklasse
Heide-Süd
1975/76 Erreichen des
Bezirkspokal-Endspiels
1981 Staffelmeister Bezirksklasse
2.
Mannschaft
1964 Staffelmeister
1974/75 Staffelmeister
3.
Mannschaft
1981 Staffelmeister
Alte Herren
1971 Staffelmeister
1985 Staffelmeister
1.
Mannschaft Staffelmeister 1951

Hinten: Ernst Neumann, Wilhelm Bock, Willi Schäfers, Hans Engelhart,
Lothar Hamburg, Otto Müller, Walter Müller
Mitte: Hermann Prietzsch, Erwin Pape, Gerhard Renner
Vorne: Helmut Gohde, Walter Penshorn, Bernhard Keil
A-Jugend
Staffelmeister 1953 u. Vizekreismeister

Hinten: Hermann Tonne (Jugendwart), Gerhard Heers,
Heinrich Dehne, Ernst Cordes, Gerd Heusel, Heinz
Falke, Winfried Buhr (Jugendleiter), Willi Schäfer (1. Vorsitzender)
Mitte: Jakob Licht, Arno Karstädt, Otto Müller
Vorne: Ambros Fischer, Leopold Böhler, Heinrich Olvermann
1.
Mannschaft 1957 – Aufstieg zur 1. Kreisklasse

Hinten: Hans Engelhardt, Ewald Dehne, Ernst Saalfrank,
Otto Beiß, Heinz Falke
Mitte: Ernst Cordes, Arno Karstädt, Walter Goltermann
Vorne: Heinrich Olvermann, Kurt
Nehmer, Gerhard Heers
1.
Mannschaft 1959 - Kreismeister

Hinten: Willi Schäfer, Adolf Düvel,
Erich Müller, Ewald Dehne, Ernst Saalfrank, Ernst Cordes, Heinz Falke, Fritz
Bammel, Walter Müller, Otto Beiß
Mitte: Walter Goltermann, Arno
Karstädt, Heinrich Dehne
Vorne: Heinrich Olvermann, Kurt
Nehmer, Gerhard Heers
1.
Mannschaft 1964 – Staffelmeister Bezirksklasse Heide-Süd

Hinten: Gerhard Eilmus, Ernst
Cordes (1. Vorsitzender), Reinhard Buhr, Manfred Grimmig, Heinrich Dehne, Hugo
Fischer (DRK), Trainer Möller, Spartenleiter Fritz Bammel, Horst Schulze, Heinz
Falke
2.
Mannschaft 1964 - Staffelmeister

Hinten: Ernst Corde, Helmut Pape,
Manfred Gerhus, Gerhard Heers, Trainer Möller, Dieter
Lieb, Adolf Müller
Mitte: Georg Haslebacher, Arno
Karstädt, Arnold Falke
Vorne: Friedrich Garbe, Reinhard Köllner,
Albrecht Daul
A-Jugend
1968 – Aufstieg in Bezirksjugendklasse

Hinten: Friedbert Klabunde,
Gerhard Bokelmann, Manfred Mattes, Wolfgang Bochnig,
Peter Fischer, Wolfgang Witte, Hans-Jürgen Mäurer
(Schiedsrichter)
Vorne: Reinhard Losch, Volker König, Hartmut Bock
Alte
Herren 1971 - Staffelmeister

Hinten: Helmut Döppe, Ernst
Cordes, Albrecht Daul, Alfred Marske,
Ewald Dehne, Heinz Falke, Artur Klemmer, Otto Beiß
Vorne: Heinrich Dehne, Erhard Lange, Dieter Lieb, Eberhard
Seidel
2.
und 3. Herren vor einem Punktspiel

3. Herren: Fr. Garbe, G. Gasa,
C. Müller, E. Milter, R. Koch, G. Deckert, E. Hentschel,
J. Beier, D. Heise, R. Müller, E. Hess
Schiedsrichter Ernst Schnur
2. Herren: G. Milter, W. Witte, J. Schulze, W. Büttner, D.
Renner, D. Evers, G. Czechanatzki, K. Lübbe, H-J.
Jahns, R. Malzahn
1.
Herren 1971

Von links: Adolf Heine (1. Vorsitzender), Hendrik Ebsen,
Spielertrainer Manfred Wuttich, Hans-Jürgen Mäurer, Gerhard Eilmus, Manfred
Mattes, Reinhard Buhr, Reinhard Dehne, Bernd Czechanatzki,
Friedbert Klabunde, Gerhard Witte
2.
Herren 1974/75 - Staffelmeister

Hinten: Betreuer Adolf Düvel,
Joachim Beier, Karl-Heinz Grimm, Johannes Dierks, Günter Deckert, Bernd Bock,
Gerhard Milter, Matthias Buhr, Gerd Czechanatzki,
Betreuer Arno Karstädt,
Vorne: Walter Pesel, Detlev
Renner, Wolfgang Büttner, Wolfgang Witte, Hans-Peter Fischer, Dieter Evers
1.
Herren 1975/76 – Bezirkspokal-Endspiel

Hinten: Spielertrainer Ernst Saalfrank, Günter Penshorn, Klaus Bock, Christian Buhr, Wilhelm Bock, Gerd Czechanatzki, Betreuer Gerhard Drögemüller
Vorne: Ingo Hase, Reinhard Dehne, Bernd Czechanatzki, Volker König, Dietmar Wehner, Gerd Witte,
Gerhard Eilmus
3.
Herren 1976

Hinten: H.-G. Picha, H. Prietzsch, H.-H. Müller, K. Heers (Betreuer), H.-H.
Michels, W. Schulze, R. Müller, J. Schulze
Mitte: R. Eberhahn, D. Schäfers, E. Hess, F. Garbe, U. Ehlerding, H. Vespermann, J. Schulz, R. Bellmann
Vorne: E. Milter, W. Pesel, D.
Heise, U. Witkowski, B. Simon, M. Trunt,
G. Milter
1.
Mannschaft 1981 – Staffelmeister Bezirksklasse

Hinten; Spielertrainer Gerhard Witte, Holger Baumeister,
Klaus Bock, Dieter Penshorn, Rüdiger Müller, Ernst Goltermann, John Nicols, G. Penshorn
Vorne: Eckhard Wegner, Bernd Czechanatzki, Volker König, Leslie Sherrington,
Gerhard Eilmus
3.
Herren 1981 - Staffelmeister

Hinten: Adolf Heine (1. Vorsitzender), R. Malzahn, H. Hannuschka, F. Cohrs, H. Heers,
B. Simon, G. Czechanatzki,
M. Heining, W. Büttner, W.
Meyer, W. Pesel, K.-D. Müller, G.-J. Schulz
Vorne: G. Milter, R. Haarmann, U. Witkowski,
M. Vespermann, A. Buhr
Altliga-Mannschaft
1984

Hinten: A. Klemmer, F. Garbe, A. Marske,
E. Müller, H. Buhr, H. Skarabis
Vorne: A. Daul, D. Lieb, A. Karstädt,
G. Losch
Alte
Herren 1985 - Staffelmeister

Hinten: Walter Pesel, Ingo Hase,
Dieter Evers, H. G. Picha, Wolfgang Bochnig, Klaus
Bock, Reinhard Dehne, Erich Hess, Horst Skarabis
Vorne: Heinrich Buhr, Gerhard Eilmus,
Ulrich Grothe, Dieter Lieb, Hendrik Ebsen, Gerhard
Milter
Gründung
der Frauen-Mannschaft 1996
Im Dezember 1995 haben Melanie Marx und Sina Müller gemeinsam
das Krippenspiel mit den Konfirmanden eingeübt. Während einer Probe erzählte
Melanie Sina, dass ihr Vater berichtet hat, dass Wesendorf eine
Frauen-Fußballmannschaft gegründet hat. Die beiden überlegten, dass es in Groß
Oesingen doch auch möglich sein sollte, genug Frauen und Mädchen ab 13 Jahren
zu finden, um eine Mannschaft aufzustellen.
Es dauerte aber noch bis zum Sommer 1996, bis es zur Gründung
kam. Nach einem Spiel der 1. Herren fanden sich ein paar junge Frauen, die,
obwohl sie nicht einmal Turnschuhe, sondern teilweise sogar Schuhe mit Absatz
trugen, gegen ein paar männliche Zuschauer, die ungefähr im selben Alter waren,
zu kicken. Als die Spieler der 1. Herren nach dem Duschen aus der Kabine kamen,
wurde der Spieler Andre Seidel gleich als Trainer verpflichtet. Der war zwar
etwas überrumpelt und dachte wohl auch, dass das nur ein Spaß sei und
spätestens wenn es kälter wird und regnet, oder es anstrengender wird, es zu
Ende sei. Hier sollte es er sich täuschen. Wenige Wochen später begann das
Training mit etwa 10 Frauen und Mädchen. Das einzige Problem war, die
Mannschaft hatte keine Torfrau.
Da 10 Frauen nicht ausreichten wurde fleißig die Werbetrommel
gerührt und so kam es auch, dass Simone Imort gefragt
wurde, ob sie nicht Lust hätte anzufangen und sie sagte auch prompt zu,
allerdings hatte sie zwei Auflagen, erstens wollte sie erst nach dem Steinhorster Erntefest im Oktober anfangen, weil sie da
stark eingebunden war und sie wollte nur spielen, wenn sie ins Tor darf. Damit
hatte sich für die Mannschaft ein großes Problem von allein gelöst. Es waren
sich alle einig, dass mit den Punktspielen noch nicht gleich begonnen werden
sollte, sondern erst ein Jahr trainiert werden sollte, um nicht so dar zustehen
wie die Mannschaft aus Wesendorf, die sehr oft im zweistelligen Bereich
verloren hatte. Der Plan ging auf und so wurden die ersten Spiele in der Saison
1997/1998 zwar verloren, aber nie haushoch. Das Rückspiel gegen Wesendorf wurde
im Frühjahr 1998 sogar gewonnen. Das fand die Mannschaft aus Wesendorf und ihr
Trainer überhaupt nicht gut, hatten sie doch zu Anfang der Saison prophezeit,
dass auch wir in der ersten Saison unser Lehrgeld zu zahlen hätten. Dieser Sieg
wurde anschließend ausgiebig gefeiert. Die Mannschaft wurde mit der Zeit immer
stärker und stieg immer weiter auf, bzw. konnte die Klasse ohne Probleme
halten. Insgesamt spielten mehr als 50 Frauen und Mädchen seit der Gründung der
Mannschaft mit. Manche mehr und manche weniger, einige nahmen auch nur eine
kurze Zeit am Training teil.
Seit der Gründung sind die Frauen in der Liga sehr erfolgreich
und stiegen bis in die Bezirksliga auf. 2008 und 2009 waren sie Herbstmeister
und in 2010 soll der Aufstieg in die Bezirksoberliga gelingen.
Frauen
2008 - Herbstmeister

Oben v.l.n.r.: Laura
Müller, Sabrina Gatz, Nadine Hannuschka,
Marie Ewald, Julia Wiegmann, Katharina Hannuschka,
Trainer
Bernd Czechanatzki, Katja Penshorn
Mitte v.l.n.r.:
Sabrina Eilmus, Lena Bock, Franziska Jans
Unten v.l.n.r.:
Jessica von der Ohe, Svenja
Kahle, Michaela Marx
Von der Turnriege zur
Damengymnastikgruppe
Schon in den zwanziger
Jahre beigeisterten sich junge Frauen und Mädchen für Gymnastik und
Geräteturnen. In den dreißiger Jahren leitete der Lehrer Engelke
die Übungsstunden auf „Schmidts Saal“ oder im Freien. Ein Schauturnen mit
Freiübungen, Keulengymnastik und Barrenturnen fand 1935 auf dem Saal Otto Hess
statt. Einige der Turnerinnen von Damals waren: Anna Michels, Liesbeth Rieken,
Helene Rieken und Lotti Alpers.
Nach einer Pause während
des Zweiten Weltkrieges fand sich 1945 erneut eine Gruppe zusammen. Mit
musikalischer Begleitung wurde der erste Tanz aufgeführt.
Aktive Sportlerinnen
aus dieser Zeit waren u.a.: Martha Gohde, Hilde Gohde, Helene Wiekenberg, Liesbeth Schimmepfennig,
Ursula Kosalka, Irene Grevenkemper,
Else Pape, Inge Hannuschka,
Mienchen Tometten und Brigitte Kersting.
Der nächste
„Vorturner“ war Heinz Walla, er ließ schwerpunktmäßig
an Geräten turnen.
Nach mündlicher
Überlieferung wurde die heutige Damengymnastikgruppe am 19. November 1965
gegründet. Die Übungsabende fanden unter der Leitung von Christa Burbat in der neu errichteten Turnhalle statt. In den
ersten fünf Jahren waren die Angehörigen der Gymnastikgruppe noch keine
Vollmitglieder im SV, es wurde lediglich ein Versicherungsbeitrag an den Verein
geleistet. Mit der Einführung des Familienbeitrages wurde dann jedoch die
Vollmitgliedschaft der Sportlerinnen eingeführt. Frauen der „ersten Stunde“
waren u.a.: Liesbeth Schimmelpfennig, Marianne
Schulz, Elsa Prasse, Erna Both, Annelene Bühring, Christa Enderle, Gundi Schulze, Irma Lieb, Gudrun
Schillmann und Helga Münkenwarft. Viele von ihnen
waren viele Jahre in der Damengymnastikgruppe aktiv.
Zum 60jährigen
Vereinsjubiläum 1970 führte die Gruppe eine Reifengymnastik vor.
Nachdem Frau Burbat sich beruflich veränderte erklärte sich Marianne
Schulz bereit die Arbeit weiterzuführen. Um sie zu entlasten belegte die
gesamte Gruppe dann einen Volkshochschulkursus.
Seit März 1977 leitet
Maren Malzahn die Damengymnastikgruppe des SV. Neben den wöchentlichen
Übungsabenden sind die Vorführungen der Gruppe während der Sportwochen und bei
Jubiläen bereits Tradition geworden. Es waren in der Reihenfolge: 1970 –
Reifengymnastik; 1978 – Schmidtchen Schleicher (ein lustiger Tanz, während der
Aufführung leider fast ohne Musik); 1980 – Reifengestaltung; 1982 –
Griechischer Tanz; 1984 – Deutscher Volkstanz mit Tüchern.
Ein hervorragendes
Ereignis war die Teilnahme an der Veranstaltung „Frauen im Turnkreis Gifhorn“
1984 bei der die Gruppe mit viel Erfolg zwei Tänze vorführte.
Schmidtchen Schleicher 1978

Hinten: E. Both, M. Malzahn, I.
Anger, E. Stehling, I. Lehnecke, A. Dierks
Vorne: I. Müller, M. Schulz, H. Müller
Frauen im Turnkreis Gifhorn 1984

v.l.n.r.: I. Müller, M. Prietzsch, M.
Malzahn, G. Niebergall, R. Kahle, H. Düvel, D. Blümer, G. Bandlow, B. Papprotka, I. Lieb
775 Jahre Groß Oesingen (mit den neuen blauen Schürzen)

Am 10. November 1990
feierte die Gymnastiksparte des SV ihr 25 jähriges Jubiläum. Zu einer
Kaffeetafel mit buntem Programm wurden die Gr. Oesinger Vereine und die
Gymnastiksparten der Vereine des Turnkreises Gifhorn eingeladen. Alle kamen
gerne und auch ehemalige Turnerinnen des SV erlebten eine rundum gelungene
Geburtstagsfeier auf dem Saal des Gasthauses zur Linde – Familie Binder.
Von 1978 bis Jan. 2003
war Maren Malzahn unsere Spartenleiterin. Nach 25 Jahren gab sie den
Spartenvorstand an Katrin Lamp aus Pollhöfen ab. Maren ist weiterhin
Übungsleiterin der Gymnastikgruppe, sie leitet die Übungsstunden am Dienstag.
Das Programm ist abwechslungsreich. Geräteturnen und Reifengymnastik sind nicht
mehr aktuell. Heute gibt es Übungsabende mit Stepp- Aerobic,
Intervall-Training, Pilates, intensiver Gymnastik,
Walken, Wassergymnastik, Inlineskaten und Rad fahren.
Das Programm bietet jedem etwas Passendes.
Stepp-Aerobic

Inlineskaten

Bei einer Radtour

Mehrere Damen der
Gymnastikgruppe nahmen am Deutschen Turnfest in Berlin teil. Es war ein unvergessliches
Ereignis. Im Mai 1989 fand in Hannover das 9. Niedersächsische Landesturnfest
statt. Die Damengymnastikgruppe war dabei und zeigte gemeinsam mit vielen
Turnerinnen eine Tanzgestaltung mit dem Tuch. Während der Sportwoche 1989 gab
es einen Gymnastiktag. Es war ein schöner Tag auf dem Sportplatz mit
Volkstänzen, Jazztanz und Gestaltungen von insgesamt 12 Gymnastikgruppen aus
dem gesamten Turnkreis Gifhorn. Der TV Barwedel
tanzte an diesem Tag in blauen Schürzen. Die Idee wurde geboren, auch für uns
eine Tracht anzuschaffen, in der in Zukunft unsere eingeübten Volkstänze
vorgeführt werden sollen. Stoff und Spitze wurde gekauft und wir trafen uns zu
kreativen Nähabenden. Es entstanden knöchellange
Wickel-Latzschürzen, die an die Schnittertracht erinnern. Mit einer weißen
Bluse getragen, wurden die Schürzen der Öffentlichkeit zum Erntetanz des
Landwirtschaftlichen Vereins im Oktober 1989 vorgeführt. Die Tracht wurde zum Markenzeichen der Volkstanzgruppe
der Gymnastikdamen. Auftritte beim Postjubiläum August 1990 (
500 Jahre Poststation in Gr. Oesingen ) , 775 jähriges Dorfjubiläum im
Juli 1997, Sportwochen oder Vereinsjubiläen wie z.B. Reichsbund, Schützendamen
und Landfrauen, sind nur einige Anlässe in der Gemeinde Gr. Oesingen. Getanzt
wurde auch außerhalb der Gemeindegrenzen Gr. Oesingens
wie z.B. Trachtenfest im Mühlenmuseum in Gifhorn 1997, Herbstmarkt in
Helmerkamp, Heidmärkerfest, Kartoffeltag und
Kunstmarkt in Hankensbüttel, Kürbistage in Bad Bodenteich, Heideblütenfest in Bokel, Europafest im Gifhorner Schloss, um nur einige Beispiele zu nennen.
Jährlich findet eine
Fahrradtour der Gymnastikgruppe statt. Ein
wechselndes Vorbereitungsteam sorgt für einen schönen Sonntag. So haben
wir bereits den gesamten Landkreis per Rad erkundet. Seit 1994 starten wir einmal im Jahr in ein gemeinsames
Wochenende. Ob Berlin , Bremen, der Harz oder die Ostsee wir haben schon viel
gesehen und viele schöne Stunden erlebt, denn auch die Geselligkeit ist für
eine Gruppe sehr wichtig.
Fahrt nach Berlin 2006

Fahrt nach Goslar 2007

Der Dienstag ist der
Gymnastiktag. Unser Slogan „Ich geh` dienstags hin! „ spricht alle Frauen an,
eine Altersbeschränkung von bis gibt es bei uns nicht. Jeder ist willkommen und
kann sich in dieser Sparte sportlich betätigen.
Judo
Der Judosport ist die
zweitjüngste Sportart im SV. Mit ihr wurde 1975 auf Betrieben unseres
Sportkameraden Hans-Joachim Mohring begonnen, der
diesen Sport vorher schon einige Jahre im SV Gifhorn ausgeübt und durch einige
Gürtelprüfungen den Nachweis über seine Fachkenntnisse abgelegt hat.
Im Jahre 1975 wurde
zunächst eine gebrauchte Judomatte (Tatami) angeschafft und der Übungsbetrieb
konnte beginnen. In den ersten Jahren wurde die Sparte von Hans-Joachim Mohring, der auch den Trainingsbetrieb in dieser Zeit
allein leitete, geführt. Seinen Fachkenntnissen und der Weitergabe dieser an
die Sportlerinnen und Sportler der Judosparte ist es zu verdanken das auch
Erfolge nicht lange auf sich warten ließen. Seinen Leistungsstand konnte er
immer weiter vervollständigen so dass er es bis zur Ablegung der 1.
Dan-Gürtelprüfung brauchte.
Die Erfolge die die
Sparte auf verschiedenen Wettkämpfen errang sind nicht alle aufzuzählen. Jedoch
sei erwähnt, dass oftmals vordere Plätze auf Kreis- und Bezirksmeisterschaften im
Jugendbereich belegt wurden. Die vorderen Platzierungen berechtigen dann zur
Teilnahme an Kaderlehrgängen auf Bezirksebene.
Judokagruppe
1984

Hinten: Kirstin
Falke, Rita Meier, Wolf-Rainer Both, Sylvia Both,
Matthias Both, Kerstin Buer, Martin Krüger, Manfred Gonet
Mitte: Carmen Anger, Arnd Meyer, Vera Giese
Vorne: Günter Penshorn, Heidrun
Meyer, Thomas Anger, Nils Falke
Der größte erfolg den
die jugendlichen Sportler aus der Judosparte errangen ist der zweimalige Gewinn
des Neidersachsenmeistertitels in der Schüler- und Jugendklasse durch Sylvia Both. Diese Platzierungen berechtigten sie jeweils zur
Teilnahme an der Norddeutschen Meisterschaft. Durch diese Erfolge wurde Sylvia
auch zu einem Länderkampf zwischen den Vertretungen aus Niedersachsen und
Nordrhein-Westfahlen eingeladen, an dem sie teilnahm und mit ihrer Mannschaft
den Sieg davontrug. Ein weiterer sportlicher Höhepunkt dieser Judosportlerin
war der Gewinn des Deutschlandpokals mit dem Auswahlkader der niedersächsischen
Schülervertretung.
Nachdem Hans-Joachim Mohring aus beruflichen Gründen seine eigenen sportlichen,
wie auch seine Trainertätigkeit erheblich einschränken musste, wurde die Sparte
im Jahr 1981 von Heinz-Joachim Heine angeführt. Schon ein Jahr später übernahm
Walter Anger die Leitung der Sparte.
Judo
früher ..... und heute
Wie
alles begann ........ und wie es heute weitergeht.
30
Jahre Judo im SV Groß Oesingen – hinter unserer Sparte liegt eine bewegte
Vergangenheit, die im August 2005 mit einer Geburtstags-Judonacht gefeiert
wurde. Den Impuls gab einst Hans-Joachim Mohring: Der
damalige Groß Oesingern unterrichtete bei dem SV
Gifhorn Kinder im Judo und unterbreitete dem SV-Vorstand den Vorschlag, auch in
seinem Heimatort aktiv zu werden.
Gesagt,
getan. Der SV-Vorstand kaufte 35 gebrauchte Judomatten aus Tülau
und am 01. September 1975 fiel der Startschuss. Es waren auf Anhieb 30 Kinder,
Jugendliche und Erwachsene dabei. Sechs Jahre später zog es Mohring
aus beruflichen Gründen nach Hankensbüttel, andere Übungsleiter setzten sein
Engagement fort. Besonders zu erwähnen ist Walter Anger, der sich sehr für die
Judokas und das Fortbestehen der Judosparte einsetzte. Zwischen 1989 und 1998
schwand die Zahl der Aktiven so sehr, das sie sich den Hankensbütteler Judokas
anschlossen – dort hatte Mohring inzwischen ebenfalls
eine Judosparte ins Leben gerufen. Bis heute trainieren die Erwachsenen
gemeinsam dort.
In Groß
Oesingen erlebte die Judosparte 1998 eine Renaissance. Kerstin Müller hauchte
dem Judoleben im SV Groß Oesingen neues Leben ein. Am 09. September 1998 war es
soweit. Erstmalig wurden in der Turnhalle in Groß Oesingen wieder Judomatten
ausgelegt.
Der
Anblick war überwältigend. Fast 50 Kinder kamen zur ersten Trainingsstunde.
Daraufhin schaffte der SV sich wieder eigene Judomatten an, auf der sich in den
vergangenen acht Jahren über 200 Kinder ausbilden ließen. Diese Sparte hat
starke und schwache Phasen erlebt. Doch trotz der vielen verschiedenen
Sportarten, die heutzutage angeboten werden, hat sich dieser Sport behauptet und
ist zu einer festen Größe im SV Groß Oesingen geworden. Nicht nur aus Groß
Oesingen, sondern auch aus Steinhorst, Wahrenholz, Schönewörde, Ummern oder Wesendorf kommen die Kinder nach Groß Oesingen
zum Judotraining.
Heute
sind die Judoka ausgesprochen erfolgreich. Es gibt kaum einen Wettkampf bei dem
nicht mindestens ein bis drei Kinder auf dem Treppchen stehen und sich eine
Medaille abholen.
Ein
besonderes Highlight für alle Judokas ist das alljährliche Judozeltlager,
welches entweder in Eigenregie oder gemeinsam mit dem Kreisfachverband Gifhorn
durchgeführt wird.
Einmal
pro Jahr findet ein Neuanfängerkurs statt, der immer nach den Sommerferien
startet und bis zu den Herbstferien geht. Angemeldet werden können Kinder, die
mindestens 6 Jahre alt sind und schon zur Schule gehen.
Die
Tischtennissparte
Die Anfänge dieser
Sportart stammen schon aus den Nachkriegsjahren. Ab 1946 wurde bei Gastwirt
Schmidt auf dem Saal oder im Sommer auch draußen auf dem Hof Tischtennis gespielt.
Bekannte Spieler waren damals: Walter Michels, Heinz Ehmke, Gottfried Tixier, Gerhard Bellin, Detlev Lehmann, Bernhard Hentschke, Ernst-August Kahle und Jürgen Moldt.
Es begeisterten sich
aber auch viele jüngere Leute für diese Sportart. Leider waren zu wenige
Platten und Spielgeräte
Vorhanden und so gab
es oft mehr Zuschauer als Spieler. Nach 1950 schlief die Bewegung wieder ein
weil die „Älteren“ aufgehört hatten und die Jugendlichen zum Fußball
abgewandert waren. Ab 1956 begannen einige Fußballer als Ausgleichssport wieder
Tischtennis zu spielen. Arno Karstädt und Ewald Dehne leiteten die Aktivitäten.
Bei Gastwirt Schmidt im neuen Abstellraum fand man noch eine alte
Tischtennisplatte, setzte sie wieder instand und begann im neu erbauten Sportheim
zu spielen.
Es bildete sich eine
feste Gruppe und man traf sich jede Woche einmal zu einem Trainingsabend. 1960
wurde eine zweite Platte angeschafft. Von 1961 bis 1963 nahm man erstmals am
Punktspielbetrieb teil und spielte dann auf dem Saal des Gasthauses „Zur alten
Post“. Da die Punktspiele jedoch am Sonntagmorgen stattfanden war die
Doppelbelastung für die Fußballer an einem Tag zu groß und man hörte mit den
Tischtennis-Punktspielen wieder auf.
1965 war dann die neue
Turnhalle fertig gestellt und es fanden sich erneut Tischtennisspieler
zusammen. Es wurde die 2. Sparte im SV gegründet und Erich Milter übernahm die
Leitung.
Von den ehemaligen
Spielern waren am Anfang nur noch Otto Bock und später Ewald Dehne dabei. Jeden
Freitag findet seither der Übungsabend statt. Auch mit der Jugendarbeit wurde
bald begonnen.
Tischtennisgruppe
von 1956

Ernst Saalfrank, Arnold Falke, Arno Karstädt, Ewald Dehne,
Herrmann Bühring, Klaus Klein, Walter Goltermann
1969 kamen mit Manfred
Mattes und Volker König zwei gute Spieler aus dem Jugendbereich und man meldete
für die Spielzeit 69/70 eine Herrenmannschaft an. Von den Spielern dieser
damaligen Mannschaft hatte niemand Punktspielerfahrung.
Mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren war dies weit und breit das jüngste
Team, was beim Tischtennis nicht unbedingt von Vorteil ist. Das erste
Punktspiel war ein Auswärtsspiel gegen Post SV Wittingen, man erreichte gegen
diese „alten Hasen“ ein Unentschieden. Am Ende der Spielzeit wurde überraschend
die Vizemeisterschaft hinter TTC Hankensbüttel I erreicht und man stellte mit
Manfred Mattes darüber hinaus den besten Spieler der ganzen Staffel. Für die
Rückrunde 69/70 wurde auch schon eine 2. Herren für die Pflichfreundschaftsspiele
angemeldet. Die Begeisterung für das Spiel „mit dem kleinen weißen Ball“ war da
und es entstand eine Freundschaft untern Kameradschaft unter den Stammspielern
und neu hinzukommenden Spielern. Im zweiten Punktspieljahr 70/71 wurde die
junge Tischtennissparte schon Meister der 3. Kreisliga Nord.
Mannschaft: Manfred
Mattes, Gerhard Witte, Volker König, Erich Milter.
Im dritten
Punktspieljahr stieg die Mannschaft durch einen guten Tabellenplatz bereits
wieder auf und war nun in der höchsten Spielklasse des damaligen TTV Gifhorn /
Wolfsburg.
Weitere Erfolge:
74/75 – 1. Herren
wurden Meister in der 2. Kreisklasse Gifhorn A
Volker König, Gerhard
Witte, Erich Milter, W.Witte
77/78 – 2. Herren
wurden meister in der 3. Kreisliga Nord
E. Milter, E. Berg, E.
Goltermann, H. Hannuschka
78/79 - 2. Herren wurden meister in der 3. Kreisliga
Nord
W. Witte, E. Goltermann, H. Hannuschka, B. Strohbecke, E. A. v. d. Ohe
82/83 – 1. Herren
wurden Meister in der 2. Kreisliga Nord
V. König, E. Berg, G.
Witte, M. Trunt, E. Goltermann,
G. Tetzlaff, E. Milter
1.
Herren – Meistermannschaft 1982/83

Volker König, Ewald Berg, Gerhard Witte, Manfred Trunt, Ernst Goltermann, Gernot
Tetzlaff, Erich Milter
80 – 90% der aktiven
Tischtennisspieler sind gleichzeitig auch Fußballer. Insgesamt haben nach der
Neugründung von 1965 72 Tischtennis-Spielerinnen
und Spieler am Punktspielbetrieb teilgenommen, wobei G. Witte, V. König, M. Trunt und E. Milter in jedem Jahr gespielt haben.
Tischtennis-Vereinsmeister
wurden:
1969 E. Dehne
1970 M. Mattes
1971, 72, 73 und 74 V.
König
1975 G. Witte
1976 und 77 V. König
1978 G. Witte
1979 und 80 V. König
1981 und 82 E. Berg
1983 G. Tetzlaff
1984 V. König
Gründung
der Tennis-Sparte 1986
Durch die Erfolge von
Boris Becker wurde das Interesse am Tennis auch in Groß Oesingen geweckt. So
wurde 1986 durch die Initiative von Bernd Bock die Sparte ins Leben gerufen. Bernd
Bock wurde auch zum ersten Spartenleiter gewählt. Es wurden auf dem Gelände wo
sich auch der B-Platz (Fußball) befindet 2 Tennisplätze gebaut.
1987 hatte die Sparte
bereits 87 Mitglieder und man begann sich langsam auf den Punktspielbetrieb
vorzubereiten.
1988 wurde Sabrina Eilmus Kreismeisterin in ihrer Alterklasse, die
Mitgliederzahl wächst auf 185 an.
1989 wurde die Sparte
als 1000. Mitglied in den Niedersächsischen Tennisverband aufgenommen. Der
Punktspielbetrieb begann mit einer Damen- und zwei Herrenmannschaften. Es wurde
eine Rangliste eingeführt.
1990 schaffte die 1.
Herrenmannschaft ungeschlagen den Aufstieg in die Kreisliga, Sabrina Eilmus wurde zum dritten Mal in Folge Kreismeisterin in
ihrer Altersklasse.
1991 übernahm dann
Gisela Bandlow die Spartenleitung.
1993 stiegen die Damen
in die Bezirksklasse auf.
1996 wurde der 3.
Tennisplatz gebaut und eingeweiht.
1999 wurde die Laube
auf dem Tennisplatz gebaut. Hier konnten nun die Gastvereine bewirtet werden.
Das Jahr 2000 war das
Jahr der Frauen. So stiegen beide Mannschaften (Frauen 30 und Frauen unter 30)
in die Bezirksliga auf. Die Frauen 30 stiegen zwar 2002 wieder ab, schafften
jedoch im Jahr 2004 den Wiederaufstieg und spielen seitdem erfolgreich in der
Bezirksliga.
Von 1994 bis 2007
führte Lothar Müller die Sparte, gefolgt von Horst Skarabis.
2009 übernahm Carsten
Müller die Leitung und legt sein Augenmerk wieder verstärkt auf die Jugend. Das
Interesse wächst und es nehmen wieder einige Jugendliche am Training teil.
Auf die Rolle fertig los! Inline-Skating
Das Inline-Skating
hat sich längst von der Modeerscheinung zum
Freizeitsport für jung und alt entwickelt. So ist es auch nicht verwunderlich,
dass Inlineskaten als eine gute Ergänzung oder gar
Alternative zum Laufen oder Rad fahren gesehen wird. Als hervorragendes Herz-
und Kreislauftraining fördert es nicht nur die Kondition sondern ist im
Gegensatz zum Laufen wesentlich Gelenkschonender.
Die Inliner Sparte des SV Groß Oesingen
besteht seit 2006 und bietet jedem Interessierten, also auch Anfängern,
jederzeit die Möglichkeit, diesen tollen Sport in einer bunt gemischten Gruppe
auszuüben bzw. zu erlernen.
Beim Skaten sind die richtige Körperhaltung
und die Balance immens wichtig. Das Erlernen der ersten Grundschritte,
Falltechniken, Bremstechniken sowie Ausweichmanöver bilden die Basis für ein
sicheres Fahren im öffentlichen Verkehr. Das effektive Einsetzen der Kräfte
führt schließlich zum richtigen Skate-Genuß. Die
grundlegenden Techniken werden hier vermittelt, und das nicht nur im Sommer,
sondern ganzjährig! Das „Hallen-Technik-Intensivtraining“ hat sich bereits in
Insiderkreisen zum Bestseller entwickelt und bildet eine hervorragende Basis
für die Sommer-Saison.
Die wöchentlichen Rundfahrten (mit Trainigscharakter) durch das herrliche Oesinger Umland
sowie die Teilnahme an zahlreichen gemeinschaftlichen Aktionen (Familientage,
Stadtläufe, Nightskaten, Sportfeste, …) zeichnen das
enge Zusammengehörigkeitsgefühl dieses sympathischen Vereins aus.
Bei allem Ehrgeiz haben sich die Skater des SV
Groß Oesingen eines besonders groß auf die Fahnen geschrieben: Gemeinsam einen tollen
Sport erlernen, erleben und genießen! Denn was ist schöner, als mit Spaß an der
Bewegung an viel frischer Luft den Stress und die Hektik des Alltags schnell zu
vergessen?
Das offizielle Dopingmittel der Inliner-Sparte besteht aus einer ordentlichen Portion Spaß
und guter Laune. Diese Dosis wird wöchentlich, jeweils Dienstag zu den
Trainingszeiten vom fachkundigen Ausbildungspersonal, dem Ehepaar Wolfgang und
Tanja Meyer, rezeptfrei verabreicht. Interessenten sind gerne gesehen und
dürfen sich bei einem Schnuppertraining vom speziellen Reiz des Inline-Skating überzeugen.
Unser
Stolz – vorbildliche Sportanlagen in Eigenleistung
Der SV war seit der
Neugründung nach dem 2. Weltkrieg ständig bemüht seinen Sportstätten auszubauen
und entsprechend zu unterhalten.
Nachdem der alte
Sportplatz in der Heide an der Zahrenholzer Straße
Anfang der fünziger Jahre den Ansprüchen des Vereins
nicht mehr entsprach wurde mit dem Bau einer neuen Sportstätte begonnen. Um in
der damaligen Sandkuhle hinter der Molkerei eine Sportanlage zu errichten
mussten ca. 2400 m³ Erde bewegt werden. Dem Engagement des
1.
Vorsitzenden Willi
Schäfer sowie Erich Müller ist es in erster Linie zu verdanken, dass diese
Anlage entstehen konnte.
Mit finanzieller
Unterstützung der Sport fördernden Organe, in Zusammenarbeit mit dem damaligen
Gemeinderat unter Bürgermeister Adolf Müller-Böschorn,
errichteten die Oesinger in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden einen
Rasenplatz mit Laufbahn und Sprunggrube. Ein besonderes Schmuckstück wurde das Sport-
und Jugendheim mit Duschkabinen, welches zu damaliger zeit seinesgleichen
suchte und als vorbildlich galt. Diese Anlage wurde am 1. Mai 1954 feierlich
eingeweiht. Das Sportheim bot neben den Fußballer, Handballerinnen,
Tischtennisspielern und Schulsportlern der gesamten Dorfbevölkerung die
Möglichkeit, in den Abendstunden die Duschanlagen zu nutzen, denn nicht jeder
besaß in den Nachkriegsjahren ein Badezimmer.
1964 baute die
Gemeinde unter dem Bürgermeister Heinrich Meinecke die Turnhalle. Dadurch wurde
die Möglichkeit zur Erweiterung des Vereins mit den Sparten Tischtennis,
Gymnastik, Judo, Hallenhandball und zwischenzeitlich Volleyball geschaffen.

A-Platz
1958 Sportheim 1958
Der Fußballplatz
entsprach in den höheren Klassen nicht mehr den geforderten maßen. So wurde
1965 unter dem 1. Vorsitzenden Ernst Cordes der Platz verbreitert und
verlängert. Zahlreiche aktive und passive Mitglieder und Freunde des SV sorgten
darüber hinaus dafür, dass der erweiterte Sportplatz eine Umzäunung mit Ballfang
hinter den Toren, Kassiererhaus und Zuschauerstufen an der Straßenseite
erhielt.
Von 1969 bis 1973
wurde unter dem 1. Vorsitzenden Adolf Heine am Diekberg,
ebenfalls auf einer alten Sandkuhle, der jetzige B-Platz errichtet. Mit einer
Flutlichtanlage ausgestattet fand am 28. Januar 1975 die offizielle Einweihung
statt.
Unter der Leitung von
Arno Karstädt konnte 1975 die gesamte Spielfläche des A-Platzes umgeflügt, neu eingeebnet und angesät werden. 1976 wurde
der Sportplatz, mit neuen Aluminiumtoren versehen, wieder in Betrieb genommen.
Parallel hierzu
entstand als Spielfläche für eine 7er-Mannschaft der C-Platz am Diekberg.
Das Sportheim,
inzwischen veraltet, wurde 1979/80 modernisiert und der Nasstrakt neu angebaut.
1981 erhielt der A-Platz eine neue Aluminium-Barriere.

A-Platz
1985 Sportheim 1985
Der B-Platz wurde 1983
mit zwei stationären und einem beweglichen Aluminium-Toren ausgestattet.
Allen voran hatte Arno
Karstädt über lange Jahre den größten Anteil daran das die vielen Arbeiten, die
zur Unterhaltung der Anlagen erforderlich sind, zielstrebig durchgeführt
wurden. Auch heute ist er noch Platzwart auf dem A-Platz und kümmert sich um
den Erhalt der Sportanlagen.

B-Platz
1985 C-Platz
1985
Aber auch drei
Fußballplätze wurden im Laufe der Jahre zuwenig und so wurde 2006 am Diekberg mit dem Bau eines weiteren Platzes begonnen.
Dieser ist inzwischen fertig gestellt und wurde im Rahmen des Sportwochenendes
2008 offiziell eröffnet.






Nahezu alle Arbeiten
an unseren Sportanlagen wurden durch Eigenleistung verrichtet. Alleine beim Bau
des D-Platzes wurden 800 Stunden Arbeitsdienst geleistet.
Wir können heute mit
Stolz auf die geleisteten Arbeiten verweisen.