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Als der SV Pokalgeschichte schrieb, Teil 1

Bezirkspokal 1975/76  

der Weg bis ins Finale

 
(Zusammengestellt anhand von Zeitungsberichten, Erinnerungen und privaten Fotos.)

Unser Dank gilt der Aller-Zeitung. Sie hat uns freundlicherweise erlaubt, die Fotos aus den Zeitungsberichten zu nutzen. 

 

 

Mit Ernst Saalfrank als neuem Trainer, war die 1. Herrenmannschaft in der Saison 1975//76 gestartet. Es sollte eine sehr erfolgreiche Saison werden. In der Meisterschaft musste man nur denkbar knapp dem TSV Heiligendorf in der Bezirksklasse Heide den Vortritt lassen. Im Bezirks-Pokal sollte es am Ende auch “nur” zu Platz 2 reichen. Auf dem Weg ins Finale begeisterte die Mannschaft mit herausragenden Leistungen und souveränen Siegen auch gegen klassenhöhere Mannschaften. Wenn auch alle Spiele zu Hause ausgetragen werden konnten, war es keine Frage, der Einzug ins Finale war verdient! 

Der alte Bezirk Lüneburg umfasste die Fußballkreise Gifhorn, Wolfsburg, Celle, Soltau, Lüneburg, Uelzen, Wendland. Bis auf den VfL Wolfsburg (Amateur-Oberliga Nord), nahmen alle regionalen Mannschaften ab Bezirksklasse am Wettbewerb teil.

 

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1. Pokalrunde   

SV Groß Oesingen - SV Schülern       3:1 (3:0)

 

Das Spiel war früh entschieden, in der 2. Hälfte wurde das Ergebnis nur noch verwaltet.

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2. Pokalrunde 

SV Groß Oesingen - SV Hankensbüttel 2:1 (1:1, 0:0) n.V.

 

In einem spannenden und ausgeglichenen Derby gewann der SV Groß Oesingen durch ein spätes Tor von Gerd Eilmus in der Verlängerung. Hankensbüttel erwies sich als gleichwertig und machte mit viel Einsatz dem heimischen SV das Leben schwer. Das Spiel war geprägt von packenden Zweikämpfen und hatte mit dem SV den glücklicheren Sieger. 

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3. Pokalrunde    

SV Groß Oesingen - TV Schneverdingen     4:1 (2:0)

 

Wenig Mühe hatte der SV das Spiel in der nächsten Runde für sich zu entscheiden. Der TV Schneverdingen, immerhin Tabellenzweiter in der Parallelstaffel, hatte zu keiner Zeit des Spiels eine Chance, zu dominant war der SV. Das Ergebnis  schmeichelt den Gästen, weil der SV leichtfertig noch einige Großchancen liegen ließ.

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4. Pokalrunde Achtelfinale

SV Groß Oesingen - VfL Wolfsburg II                      2:0 (1:0)

 

Gegen den Verbandsligisten überzeugte die Saalfrank-Elf mit einer starken kämpferischen Leistung. In der 1. Halbzeit war der SV spielbestimmend und ging verdientermaßen in Führung. In der 2. Hälfte änderte sich das Bild, nun gewann mehr und mehr der VfL die Oberhand, konnte aber daraus wenig Torgefahr entwickeln. Zu gut stand die Abwehr um Libero Ernst Saalfrank und Keeper Volker König. Zudem sorgte der SV immer wieder mit gefährlichen Kontern für Entlastung. 

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5. Pokalrunde Viertelfinale          

SV Groß Oesingen - TSV Heiligendorf                    3:1 (1:0)

 

Nachdem man Anfang des Jahres das vielleicht vorentscheidende Spiel um die Meisterschaft knapp mit 1:2 verloren hatte, drehte man im Pokal den Spieß um. Der SV übernahm in der 1. Halbzeit das Kommando und brachten die Abwehr des Gegners mehrfach in Bedrängnis. Folgerichtig ging der SV in Führung. Nachdem 2:0 zog man sich zurück und lauerte auf Konter. Der TSV übernahm die Initiative und setzte den SV unter Druck. Jedoch mehr als ein verwandelter Handelfmeter sprang bei den Angriffsbemühungen nicht heraus. Kurz vor Schluss sorgte ein Konter für die Entscheidung, man stand im Halbfinale!

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6. Pokalrunde Halbfinale 12.05.1976 

SV Groß Oesingen - Lüneburger SK             3:0 (2:0)

 

Überraschend sicher gewann der SV die Begegnung gegen den großen Favoriten aus Lüneburg. Mutig begann der SV das Spiel und der erste gefährliche Angriff brachte bereits die Führung. Erst allmählich verlagerte sich das Geschehen in die Hälfte der Oesinger. Als der Verbandsligist LSK verstärkt auf den Ausgleich drängte fiel im Nachsetzen das 2:0. In der 2. Halbzeit verstand es der SV die Angriffe des LSK frühzeitig abzuwehren. Zu ideenlos waren die Bemühungen um die gut eingestellte Mannschaft des SV in Bedrängnis zu bringen. Was für ein Spiel! Der SV bestach durch sein kämpferischen Einsatz, wirkte in allen Mannschaftsteilen homogen und begegnete den großen Favoriten LSK auf Augenhöhe.

 

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Aufstellung SV Groß Oesingen

 

 

 

 

 


 

 

7. Pokalrunde Endspiel 16.05.1976 in Veerßen (Uelzen)

SV Groß Oesingen - SV Eintracht Lüneburg   0:2 (0:0)

Es sollte nicht sein! Möglichkeiten die Lüneburger zu schlagen waren da, leider wurden sie an diesem Tag nicht genutzt.

Der SV ergriff sofort die Initiative und drängte die Eintracht in die Defensive, die sich aber auf ihre gute Abwehr verlassen konnte. Im Lauf der 1. Halbzeit lieferten sich beiden Mannschaften einen packenden Schlagabtausch  Nach dem Wechsel erhöhte der SV anfangs nochmal den Druck, geriet aber durch einen Standard in Rückstand. Der SV bemühte sich um den Ausgleich, es fehlte aber in einigen Szenen einfach das Spielglück, so bei den beiden Pfostentreffern von Gerd Eilmus und Dietmar Wehner. Da lag das 1:1 in der Luft. Das 2:0 brachte dann aber die Vorentscheidung. Die Lüneburger verteidigten weiterhin sehr konzentriert und brachten den Sieg über die Zeit.

Man muß die Leistung der Eintracht aus Lüneburg anerkennen, die an diesem Tag die reifere Mannschaft stellte und in der Abwehr, wie schon so oft in der Verbandsliga, stabil stand. Der Sieg war daher nicht unverdient. Unter dem Strich bleibt eine tolle Pokalsaison, bei der der SV Geschichte schrieb.

 

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Aufstellung SV Groß Oesingen

 

Die Mannschaften beim Auflaufen

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Nachwort:

 

Nach der unglücklichen Niederlage wurde trotzdem ordentlich gefeiert.

Der Ort bereitete der Mannschaft bei Rückkehr einen unvergeßlichen Empfang. Auf Schultern wurden die Spieler in das Schützenhaus getragen. Spätestens da wurde jedem bewußt, dass die Mannschaft etwas großartiges erreicht hatte. 

An mehr kann ich mich von dem Abend nicht erinnern!