Eine Geschichte von Leidenschaft, Zusammenhalt und Freundschaft
Was am 1. September 1975 mit 35 gebrauchten Judomatten und einer mutigen Idee begann, entwickelte sich zu einer Sparte, die Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geprägt hat.
Der Initiator war Hans-Joachim Mohring. Der gebürtige Groß Oesinger brachte seine Begeisterung für den Judosport in seinen Heimatverein und legte damit den Grundstein für eine Gemeinschaft, in der weit mehr vermittelt wurde als Würfe und Falltechniken. Von Anfang an standen Werte wie Respekt, Fairness, Disziplin und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt – Werte, die bis heute den Judosport auszeichnen.
Schon die ersten Trainingseinheiten waren ein voller Erfolg. Rund 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene standen damals gemeinsam auf der Matte. Viele Jahre später, nach einer schwierigen Phase mit sinkenden Mitgliederzahlen, bewies die Judosparte erneut ihren starken Zusammenhalt. Dank engagierter Trainerinnen und Trainer – allen voran Kerstin Müller – kehrte das Judo 1998 eindrucksvoll nach Groß Oesingen zurück. Fast 50 Kinder kamen zur ersten Trainingseinheit. Ein Moment, den viele bis heute nicht vergessen haben.
In den folgenden Jahren wurden mehr als 280 Kinder auf den Judomatten des SV Groß Oesingen ausgebildet. Zahlreiche junge Sportlerinnen und Sportler feierten Erfolge bei Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften. Doch Medaillen waren nie das Wichtigste. Viel bedeutender waren die gemeinsamen Erlebnisse: Trainingseinheiten, Gürtelprüfungen, Wettkämpfe, das legendäre Judo-Zeltlager und unzählige Freundschaften, die weit über die Sporthalle hinaus Bestand haben.
Ein besonderer Höhepunkt war das 30-jährige Jubiläum im Jahr 2005. Mit Frank Möller, dem zehnfachen Deutschen Meister im Schwergewicht, konnten die Judokas einen außergewöhnlichen Gast begrüßen. Sein Training begeisterte Groß und Klein und machte diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Auch Rückschläge gehörten zur Geschichte. Als Kerstin Müller 2014 aus gesundheitlichen Gründen ihre Trainertätigkeit beenden musste, endete zunächst das Judotraining in Groß Oesingen. Doch die enge Partnerschaft mit dem HSV Hankensbüttel sorgte dafür, dass die Gemeinschaft erhalten blieb. Bis heute trainieren dort Mitglieder beider Vereine gemeinsam. Diese Zusammenarbeit zeigt eindrucksvoll, dass Sportvereine nicht in Konkurrenz stehen müssen, sondern gemeinsam viel erreichen können.
Heute wird die Judosparte in Hankensbüttel von Fabian Rehders mit großem Engagement geführt. Unterstützt von Kerstin Müller und Ralf Deing bietet ein erfahrenes Trainerteam ein vielseitiges Trainingsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Das gemeinsame Jubiläum – 50 Jahre Judo beim SV Groß Oesingen und 40 Jahre Judo beim HSV Hankensbüttel – ist deshalb weit mehr als nur ein runder Geburtstag. Es ist ein Dankeschön an alle, die diese Geschichte geschrieben haben: an Trainerinnen und Trainer, ehrenamtliche Helfer, Eltern und natürlich an die vielen Judokas, die mit Leidenschaft, Teamgeist und Herzblut ihre Sparte geprägt haben.
Der SV Groß Oesingen ist stolz auf 50 Jahre Judogeschichte. Wir danken allen, die diesen Weg begleitet haben, und freuen uns darauf, gemeinsam die nächsten Kapitel zu schreiben.
Herzlichen Glückwunsch zu 50 Jahren Judo beim SV Groß Oesingen!
und Danke Kerstin für deinen unermüdlichen Einsatz und deine großen Verdienste um den Judosport bei uns im Verein.
