nur der Ü32 fehlte das Spielglück
SV GW Calberlah – SV Groß Oesingen 1:2 (1:0)
Ritt auf der Rasierklinge!
Offiziell organisierten Fußball gibt es seit 1863, gespielt wurde der Sport sicherlich schon lange vorher. Seit je her machen sich die schlauesten Taktikfüchse und Analysten dran und versuchen die Geschehnisse dieses Sports zu ergründen und zu erklären. Mit dem Ergebnis: Manche Sachen kannst du einfach nicht erklären. Wie zum Beispiel das Fortbestehen dieser fast schon fantastischen Serie. 8 Siege in den letzten 8 Spielen. Höhere Mächte? Schwarze Magie? Zufall? Glück? Oder einfach Talent?
Einer dieser Ansätze wird es vermutlich sein. Höchstwahrscheinlich die Mischung aus Glück und Talent. „Immer Glück ist können“ ist so ein Satz, der sich für Fußball-Einsteiger prima als Eintrittskarte in Spielanalysen eignet. Aber ein bisschen was ist da wohl auch dran. In den letzten Wochen waren öfter mal Auftritte dabei, in denen jetzt nicht zwingend die Sterne vom Himmel gespielt wurden, am Ende aber die 3 Punkte standen. Das Gute Pferd und wie hoch das springt und so weiter. Ihr kennt den Spruch.
So knapp wie in Calberlah war es aber in den vorigen Wochen noch nicht. Ein Spiel auf Messers Schneide.
Für den Bezirksliga Absteiger läuft die Saison auf Platz 13 bisher dürftig. Auf durchgeweichtem Acker haben wir uns davon zuerst mitreißen lassen und fußballerisch nicht viel Ansehnliches auf die Matte gebracht. Das 1:0 für die Hausherren kam also weder überraschend noch unverdient. Statistiken bringen dir eben nichts, wenn du die PS nicht auf die Straße kriegst.
Lichtblick war Eddi, der in Eddi-Manier fast noch das 1:1 ergaunert hätte. Aus spitzem Winkel draufgehalten und leider nur die Unterkante der Latte erwischt. Der war knapp!
Knapp reicht aber eben nicht und so gings mit dem Rückstand in die Pause. Im Übrigen der erste Rückstand seit Spieltag 1.
Deutlich ansehnlicher wurde das Spiel nach dem Seitenwechsel zwar nicht, jetzt stimmten aber immerhin die Tore.
Nach Foul an Niki Müller konnte Sönke in der 62. Vom Punkt ausgleichen, Passi drehte mit einem starken Solo in der 77. Das Spiel auf 1:2.
Das Ergebnis brachten wir auch nach Hause, hätten aber fast noch den späten Nackenschlag kassiert. Kurz vor Schluss kam Calberlah per Flanke nochmal gefährlich nach vorne und setzte den Kopfball in Maßarbeit am Pfosten vorbei. Glück kann man sich vielleicht auch einfach erarbeiten.
Ein schwer erkämpfter Sieg, der aber auch zeigt, dass Platz 1 kein Selbstläufer ist.
SV Groß Oesingen 2 – SV Tappenbeck 2 2:0 (0:0)
Ekliger Heimsieg!
Letztes Heimspiel für unsere Zweite. 17 Leute. Voller Kader. Klingt erstmal nach Feuerwerk, das folgende Spiel fühlte sich aber eher an, wie der auf 90 Minuten komprimierte graue November.
Unter Schultischen erfühlte man früher oft die unangenehme Kälte von alten Kaugummis, die in grauer Vorzeit nicht den Weg in den Mülleimer, sondern eben ans Mobiliar fanden. Der gesunde Menschenverstand hindert einen daran, diesen Kaugummi nochmal zu recyceln und weiterzukauen. Hätte man es mal probiert, wäre das Erlebnis diesem Spiel möglicherweise recht nahegekommen. Eklig, zäh und hart.
Tappenbeck war mit 12 Mann angereist und spielte es auch genauso. Messer zwischen den Zähnen, viel Leidenschaft und ganz ganz viel Kampf. Der Rasen war an diesem Sonntag eh nicht für Schönspieler geeignet, die Zweikämpfe erst recht nicht. Ähnlich wie die Erste Herren ließen auch wir uns von der fehlenden Spielkultur anstecken und passten unser Spiel an. Wenig Spielzüge, Fehlpässe, Hektik. Alles was du eigentlich nicht gebrauchen kannst, wenn du das Spiel dominieren willst.
Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Die Torhüter dürften froh gewesen sein, dass es nicht zu kalt war, viel Bewegung haben die nämlich nicht bekommen.
Bezeichnend: Unsere einzige „Chance“ in der ersten Hälfte war ein Kopfball von Josua, der sich nach Ping-Pong im Strafraum mit Vitaly gegenseitig behinderte und den Ball schließlich gut übers Tor setzte.
In der zweiten Halbzeit kamen wir dann langsam besser rein, ohne aber an unser gesuchtes Leistungsniveau zu kommen. Für ein Ausrufezeichen sorgte Ramon, der per Volley aus der Drehung zum vermeintlichen 1:0 traf. Der Schiri zeigte aber direkt ein Handspiel im Vorfeld an und ließ den Jubel schnell verstummen. Allein für die Ästhetik dieses Tores muss man das eigentlich laufen lassen. Naja, hilft nichts, so ging das Kauen auf diesem alten Kaugummi weiter.
Bis zur 78. Minute. Und wieder war ein Handspiel im Strafraum entscheidend. Dieses Mal zu unseren Gunsten mit einem Elfmeter als Folge. Max Krehl, über die Landesgrenzen hinaus für seine Nerven aus Stahl bekannt, nahm diese Einladung gerne an und brachte uns in Führung.
Damit schien auch Tappenbeck der Stecker gezogen und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Den Schlusspunkt setzte Futzi, der sich in Lucio-Manier von hinten alleine durch die komplette gegnerische Mannschaft dribbelte und schließlich mit Abpfiff zum 2:0 einschob.
Ein wichtiger Sieg, der gleichzeitig für ein lang ersehntes Comeback sorgt: Der 6-Punkte Sonntag ist zurück!
SV Groß Oesingen Ü32 – VFR Wilsche Ü32 1:2 (0:0)
Last Minute Niederlage!
Rasen gemäht, Linien gezogen, Flutlicht eingestellt. Der Tisch war gedeckt für den perfekten Start ins Wochenende. Hauptattraktion an diesem Freitag: Unsere Alt-Herren und die Gäste aus Wilsche. Achter gegen Dritter.
Nach bisher 4 Punkten, 3 davon am grünen Tisch, sollte jetzt endlich der erste Dreier her. Motiviert bis in die Haarspitzen präsentierte sich passend dazu auch der Kader ungewohnt mannstark. Einzig ein gelernter Torwart ließ sich im Dorf nicht mehr finden, sodass Alexej seine Jungfernfahrt im Kasten antreten durfte.
Diese Fahrt bestritt er auch einigermaßen souverän. Wilsche gab uns hinten genug Hausaufgaben auf. Hatten die größeren Spielanteile, erarbeiteten gute Chancen und liefen uns so gut wie alle Wege zu. Brachte aber zunächst erstmal nichts. Wir ließen sie kommen und setzten unsere Kräfte clever ein. Geht ja länger als nur die ersten 20 Minuten so ein Fußballspiel.
Mit 0:0 ging diese Fußballschlacht auf weichem Acker dann in die Pause.
Auch die zweite Halbzeit startete erstmal mit viel wenig. Keine klaren Chancen, viel Geplänkel, wenig Attraktives. 46 Minuten sollten die Zuschauer warten müssen, bis Zauberfuß Thomas das 1:0 bescherte. Die Zauberfüße spielen hierbei tatsächlich eine wichtige Rolle. In der ersten Halbzeit spielte er warum auch immer in den Schuhen von Jyan, die aber offenkundig nicht größer als Schuhgröße 33 waren. Bevor die Zehen vollends abgestorben waren, dann doch noch der Schuhwechsel. Zum Glück! Ein Hauch von Aschenputtel und ihrem verlorenen Schuh.
Dieses Tor war auch für beide Mannschaften der Weckruf. Nichts mehr mit Schlafwagenfußball. 1:1 Wilsche, Kopfball Basti Stelter knapp daneben, Chance Micha. Auf einmal war Musik drin.
Musik mit dem besseren Ende für die Gäste. In der letzten Minute kassierten wir einen Elfmeter gegen uns. Der Wilscher Schütze blieb nervenstark und versenkte zum 1:2 Endstand.
Da hat nicht viel gefehlt zu einem Punktgewinn. Bis zum nächsten Anlauf dauerts jetzt erstmal wieder 2 Wochen, da steigt zuhause das Pokalspiel gegen Gamsen.